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Kinderschutz an Thüringer Schulen

Thüringer Schulen sind verpflichtet, in Fragen des Kinderschutzes und der vermuteten Kindeswohlgefährdung professionell und strukturiert zu handeln. Beratend steht Ihnen Frau Heike Koberstein als erfahrene Fachkraft im Team des Schulpsychologischen Dienstes zur Verfügung: 

Heike Koberstein

Tel.: 0365 548 54712

Schule gegen sexuelle Gewalt

Schule gegen sexuelle Gewalt und die Erarbeitung schulischer Schutzkonzepte

Sexueller Missbrauch bzw. sexuelle Gewalt sind kein Versehen, sondern geplante Taten. Um alle Jungen und Mädchen gezielt in Bildungsinstitutionen zu schützen, braucht es einen konkreten Plan, ein sogenanntes Schutzkonzept. Ziel ist es, dass jede Schule sich zu einem sicheren Ort entwickelt.

Schutzkonzepte zur Prävention und Intervention sind ein schulspezifisches Zusammenspiel aus Analyse, strukturellen Veränderungen, Vereinbarungen und Absprachen sowie Haltung und Schulkultur. Im Sinne eines individuellen Qualitätsentwicklungsprozesses sollte jede Schule ihren eigenen Handlungsrahmen hierzu entwickeln.

Warum sind Schutzkonzepte wichtig?

Neben dem familiären Nahraum können auch Institutionen wie Schulen, Internate, Sportvereine, stationäre Einrichtungen, etc. zum Tatort von sexueller Gewalt zu werden. Um dies zu verhindern und Mädchen und Jungen in der Institution Hilfe durch kompetente Ansprechpersonen zu bieten, wenn ihnen doch hier oder andernorts – beispielsweise im familiären Umfeld – sexuelle Gewalt angetan wird, benötigt es ein Schutzkonzept.

Wie entstehen schulische Schutzkonzepte?

Die Entwicklung und Umsetzung von Schutzkonzepten liegt in der Verantwortung der Schulleitung. Wichtig ist, dass die Schulleitung frühzeitig motivierte Mitarbeitende anspricht, die sich aktiv an diesem Organisationsentwicklungsprozess beteiligen und ihre eigenen Ideen und Perspektiven einbringen. Externe Fachkräfte z.B. aus der Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz, insofern erfahrene Fachkräfte der Jugendämter (ISEF), regionale Kinderschutzdienste und der Schulpsychologische Dienst können diese schulinternen Prozesse hilfreich begleiten. 

Die Basis eines Schutzkonzeptes ist die sogen. Risikoanalyse, die offenlegt, wo die „verletzlichen“ Stellen einer Institution liegen – sei es im Umgang mit Nähe und Distanz, im baulichen Bereich oder z.B. im Einstellungsverfahren. Die Risikoanalyse verfolgt systematisch die Frage, welche Bedingungen vor Ort Täter und Täterinnen nutzen könnten, um sexuelle Gewalt vorzubereiten und zu verüben. Die Ergebnisse dieser Analyse zeigen, welche konzeptionellen und strukturellen Verbesserungen im Sinne des Kinderschutzes erforderlich sind. Gerade im Rahmen der Risikoanalyse sollten Mädchen und Jungen Möglichkeiten zur Beteiligung erhalten. Ihre Erfahrungen, Einschätzungen und Vorstellungen sind unverzichtbar, denn „Schutzkonzepte sind letztlich nur dann wirklich alltagstauglich, wenn sie mit denen besprochen werden, an die sie sich richten“ (Text angelehnt an die Website des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs: https://beauftragter-missbrauch.de/praevention/schutzkonzepte). 

Eine sehr gute und ausführliche Plattform mit vielen weiteren Materialien und Vorlagen für Ihre interne Erarbeitung finden Sie hier: 

https://thueringen.schule-gegen-sexuelle-gewalt.de/home/ 

 

"Was ist los mit Jaron?" - Ein digitaler Grundkurs für Pädagog:innen 

Basiswissen Sexueller Kindesmissbrauch und Schule

Der UBSKM erarbeitete in den letzten Jahren gemeinsam mit Vertretern der Kultusbehörden ein niedrigschwelliges Fortbildungsformat als E-Learning. Dieses soll als flächendeckende Basisschulung dem nach wie vor großen Bedarf bei schulischen Beschäftigten an Basiswissen zu sexuellem Kindesmissbrauch begegnen. Das fertige Produkt ist browserbasiert und kostenlos für alle schulischen Akteure verfügbar. Alle relevanten Informationen zum Digitalen Grundkurs finden Sie kompakt zusammengefasst unter folgendem Link: 

http://www.was-ist-los-mit-jaron.de 

Der Grundkurs beleuchtet die verschiedenen Formen und das Ausmaß sexueller Gewalt von Erwachsenen an Kindern und Jugendlichen. Dabei nimmt er Täterstrategien in den Blick und klärt weit verbreitete Mythen auf. Anhand konkreter Situationen aus dem Schulalltag bringt der Grundkurs zudem den Teilnehmenden die Perspektive belasteter Kinder und Jugendlichen näher und zeigt Wege zur Hilfe auf. Das Ziel der Fortbildung ist es, Teilnehmer*innen Sicherheit zu geben, damit sie Betroffenen gute Gesprächsangebote machen und bei der Suche nach Hilfe unterstützen können. 

 

 

Hilfeportal Sexueller Missbrauch
Hilfetelefon Sexueller Missbrauch:
0800-22 55 530

Nummer gegen Kummer
Kinder- und Jugendtelefon: 116 111
Elterntelefon: 0800-111 0 550

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