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Beratungslehrer*innen an den Schulen

Entsprechend dem Thüringer Schulgesetz ist jede Schule verpflichtet, eine*n Beratungslehrer*in zu beauftragen, die bzw. der mit einem Teil der Stunden Eltern, Schüler*innen und dem Kollegium beratend zur Seite steht. 

Beratungslehrer*innen sind die ersten Ansprechpartner*innen für Beratungsanliegen an den Schulen. Sie sind Lehrer*innen mit besonderen Aufgaben, deren originäre Aufgabe das Unterrichten ist. Sie sind also Fachlehrer*innen und darüber hinaus häufig auch Klassenlehrer*innen. Durch die Weiterbildung zum/ zur Beratungslehrer*in verfügen sie über zusätzliche Kompetenzen, die sowohl für Einzelfallberatung als auch Systemberatung anwendbar sind. Daher sind Beratungslehrer*innen in vielfältige Prozesse an Schulen maßgeblich eingebunden. Sie unterstützen die Schulleiter *innen und sind Kooperationspartner für den Schulpsychologischen Dienst. 

Beratungslehrer*innen beraten und unterstützen das Lehrpersonal, die Eltern und die Schüler*innen ihrer Schule beispielsweise bei Fragen

  • zu Leistungs-, Verhaltens- und Entwicklungsauffälligkeiten von Schülern*innen,
  • zur Begabungsförderung,
  • zu Schullaufbahnentscheidungen,
  • zur Beruflichen Orientierung,
  • zur Kindeswohlgefährdung,
  • zur Schuldistanz,
  • zu Konflikten im Kollegium,
  • zu Entwicklungsprozessen der Schule, etc.

Weiterbildung zum bzw. zur Beratungslehrer*in

Die Qualifikation für diese Tätigkeit erfolgt durch eine funktionsbegleitende Weiterbildung für im Schuldienst tätige Beratungslehrer über das Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien. Ansprechpartnerinnen sind Frau Karen Ritze und Frau Sabine Kahlert. Die Kursleitung übernehmen in der Regel Referent*innen für Schulpsychologie aus den Staatlichen Schulämtern. Das Weiterbildungsprogramm ist auf die Dauer von ca. 2 Jahren konzipiert, pro Kalenderjahr finden ca. vier Seminare statt, jeweils dreitägig bzw. fünftägig. Die Ausbildung umfasst 500 Stunden, die sich in 300 Stunden Lehrveranstaltungen (Vorlesungen, Seminare, Trainingskurse, Hospitationen, Praktika) und 200 Stunden Selbststudium aufgliedern. Abgeschlossen wird diese Weiterbildung mit der Erstellung einer Hausarbeit, deren Bewertung durch Referent*innen für Schulpsychologie vorgenommen wird. Die mit "bestanden" bewertete Hausarbeit und die Teilnahme an allen Lehrveranstaltungen sind Voraussetzung für die Zulassung zur mündlichen Prüfung (30 Minuten).

Die Lehrveranstaltungen und Praktika werden in Zusammenarbeit mit dem Thematischen Arbeitskreis "Beratunglehreraus- und -fortbildun​g" des Schulpsychologischen Dienstes konzipiert und realisiert.

Bewerbungen auf die Ausschreibungen im Thüringer Schulportal erfolgen formlos über den Dienstweg (Bewerber*in > Schulleitung > Schulaufsichtsreferent*in > Referatsleitung 5) an das Thillm.

Kooperation und Vernetzung

Im Rahmen ihrer Beratungstätigkeit kooperieren Beratungslehrer*innen mit entsprechenden Partnern und Institutionen sowohl regional als auch überregional. Hierzu zählen u.a. der Schulpsychologische Dienst, der Mobile Sonderpädagogische Dienst, die Schulsozialarbeiter*innen, Kindergärten, Beratungsstellen, Kliniken, Jugendämter, der Kinder- und Jugendschutzdienst und die Agentur für Arbeit.

Sicherung der Professionalität

Die aus der Schulpauschale zur Verfügung gestellten Zeitressourcen nutzen Beratungslehrer*innen ebenso für ihre eigene Weiterqualifizierung. Der Schulpsychologische Dienst bietet in den Regionen Fachberatungen, Fallberatungen und Fortbildungen schulartbezogen und schulartübergreifend an.

Man sieht hier ein Flipchart mit der Aufschrift Herzlich Willkommen.
Flipchart: V. M.-O.

Ansprechpartnerin für Beratungslehrer*innen im ThILLM

Karen Ritze
Referatsleiterin
Telefon 036458 56245

Ansprechpartnerin für Beratungslehrer*innen im Staatlichen Schulamt

Heike Koberstein
Koordinatorin für Beratungslehrer
Tel.: 0365 548 54712​​​​​​​

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