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Migration: Die Beschulung von neu hinzuziehenden Schüler*innen

Willkommene Vielfalt

​​In Ostthüringen finden viele Menschen, die aus dem Ausland hinzuziehen, eine neue Heimat. Viele Kinder und Jugendliche kommen mit ihren Familien oder allein aus europäischen und entfernteren Ländern. Sie besuchen Thüringer Schulen mit dem Ziel, mit einem bestmöglichen erfolgreichen Schulabschluss die Schule zu verlassen und eine gute Berufsausbildung zu erhalten.

 

Informationen für Familien

Zahlreiche Informationen und hilfreiche Dokumente für Familien zum Thüringer Schulsystem, zum Schulbesuch, zu Förderplänen, zum Schulabschluss und zu Stipendien in verschiedenen Sprachen finden Sie hier:


Link zu Informationen für Eltern und Familien.

Viele weitere Informationen zum Schulbesuch finden Sie hier: 

Link zu Schule und Migration

Wenn Sorgeberechtigte für ihre schulpflichtigen Kinder einen Schulplatz in Thüringen suchen, können sie sich an jeder nächstgelegenen Schule zur Erfassung der Daten melden. Die Schule nimmt die Daten auf. Hiermit beginnt das Aufnahmeverfahren (siehe nächster Abschnitt):

 

Rechtliches, schulische Formulare und schulische Förderung

Wie sind zugezogene Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund in die Schule aufzunehmen (§ 15 Abs. 4 Nr. 2 bis 4 ThürSchulG)?

Bei jeder Aufnahmeanfrage durch Sorgeberechtigte (Ausnahme: Umzug innerhalb Thüringens) werden die Anmeldedaten durch die Schule erfasst und in einen Erfassungsbogen eingetragen (Link Erfassungsbogen; pdf-Datei nicht barrierefrei). Dies erfolgt auch, wenn keine Aufnahmemöglichkeit an der Schule besteht. Im Anschluss wird das zuständige Schulamt benachrichtigt.

  1. Vorsprache der Sorgeberechtigten in der Schule: Eltern wenden sich an die Schule, um ihr Kind anzumelden.
  2. Vereinbarung eines Termins für ein Beratungsgespräch: In der Schule wird ein Beratungsgespräch geführt. Dafür kann ein Termin vereinbart werden (z. B. wenn Eltern ohne Anmeldung vorsprechen).
  3. Ausfüllen des Erfassungsbogens: Während des Gesprächs werden die Angaben zum Kind in den Erfassungsbogen eingetragen.
  4. Prüfung der Schulpflicht: Die Schulleitung prüft, ob das Kind aufgrund der Angaben schulpflichtig ist.
  5. Prüfung der Beschulungs- und Fördermöglichkeit: Die Beschulungs- und Fördermöglichkeit wird geprüft und die Einschätzung der Schule über die Aufnahme in den Erfassungsbogen eingetragen. Bei Ablehnung ist eine Begründung erforderlich.
  6. Aufnahmekapazität: Betrifft dies die Aufnahmekapazität der Schule, so ist sie durch die Schulleitung in Abstimmung mit dem zuständigen Schulträger und dem zuständigen Schulamt vorher festzulegen (vgl. § 15a Abs. 5 ThürSchulG).
  7. Übermittlung des Erfassungsbogens: Der Erfassungsbogen wird unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen von der Schule an das zuständige Schulamt übermittelt.
  8. Fallprüfung: Im Schulamt wird eine Fallprüfung durchgeführt.
  9. Verbindliche Entscheidung des Schulamts: Die Entscheidung des Schulamts kann dabei abweichend von der Entscheidung der Schulleitung getroffen werden.
  10. Nach einem Umzug: Auch mit Eltern, die nach einem Umzug der Familie in der Schule vorsprechen, um ihr Kind anzumelden, wird ein Gespräch geführt. Dies erfolgt auch, wenn keine Aufnahmemöglichkeit an der Schule besteht. Dabei ist zu unterscheiden:
    • Bei Umzug aus einem anderen Bundesland gilt das Erstaufnahmeverfahren ab Nr.1. Dabei wird der Erfassungsbogen ausgefüllt und unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen von der Schule an das zuständige Schulamt übermittelt. Es folgen die Fallprüfung und die verbindliche Entscheidung des Schulamts über die Aufnahme.
    • Bei Umzug innerhalb Thüringens erfolgt eine formlose Benachrichtigung des Schulamtes durch die Schule, denn der Erfassungsbogen wurde von der erstaufnehmenden Schule bereits ausgefüllt. Die weitere Umsetzung der Schulpflicht wird mit dem Schulamt abgestimmt. Es gilt Nr. 9. 

Alle wichtigen Formulare und Informationen für Schulen zur Aufnahme und Beschulung von Schülern mit Migrationshintergrund finden Sie hier:

Link zur Beschulung ausländischer Schüler in Thüringen

Aufnahmeverfahren und Schullaufbahnentscheidungen (inkl. Formulare)

Häusliches Lernen und Präsenzunterricht

Sprach- und Integrationsmittelnde

Mustervorlagen für die Förderplanung

Schulisches Förder- und Integrationskonzept

Mehrsprachige Formulare für den Schulalltag (Einladung Elternabend, Information Schulschwimmen, ...)

Hinweise für die Zeugnisse (DaZ)

Link zur Anerkennung ausländischer Zeugnisse, Schul- und Berufsabschlüsse 

 

Ansprechpartner*innen

Ansprechpartner*innen für Fragen der Beschulung sind die Koordinator*innen für die Beschulung von Schüler*innen nichtdeutscher Herkunftssprache und die Referatsleiterin Frau Dr. Munk-Oppenhäuser.

Wir unterstützen neu hinzugezogene Familien auf der Suche nach einem Schulplatz. Wir beraten bei Fragen zur Schullaufbahn. Wir koordinieren in Zusammenarbeit mit dem Schulamt und den Schulen die Förderung in Deutsch als Zweitsprache.

 AnsprechpartnerinTelefon
Stadt JenaHeidrun Schütz0365 54854 643
Saale-Holzland-KreisHeidrun Schütz0365 54854 643
Altenburger LandJeannette Radefeld (donnerstags)0365 54854 641
Saale-Orla-KreisDr. Viktoria Munk-Oppenhäuser0365 54854 650
Landkreis GreizDr. Viktoria Munk-Oppenhäuser0365 54854 650
Stadt GeraEva Hoffmann (donnerstags)0365 54854 642

Kontakte Fachberatung Deutsch als Zweitsprache

Die Landesfachberater*innen für Deutsch als Zweitsprache stehen für Fragen der Förderung zur Verfügung. Sie sind über das ThILLM erreichbar.

Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien 

Auf den Seiten des ThILLM finden Sie auch zahlreiche Materialien, online-Arbeitsdokumente und den Lehrplan Deutsch als Zweitsprache.

Hilfreiche Partner*innen

Das Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz mit zahlreichen weiteren Adressen und Kontakten in den Regionen

Kindersprachbrücke Jena e.V. mit vielen Angeboten für Familien, Förderung, Sprachkurse und Hilfen im Alltag
 

Refugio Thüringen mit bilingualen Therapieangeboten und vielem mehr
 

Landesprogramm Audio- und Videodolmetschen der GFAW unterstützt im sprachlichen Bereich
 

Kompetenzanalyseverfahren 2P I Potenzial und Perspektive

Der Einsatz des Kompetenzanalyseverfahrens 2P I Potenzial und Perspektive wurde seit 2020 in Thüringen ermöglicht und dient dazu, das persönliche Potenzial von (neu) zugewanderten Schüler*innen im Alter zwischen 10 und 20 Jahren ohne oder mit nur geringen Deutschkenntnissen und ggf. weiterer Schülergruppen zu erfassen, um vorhandene Stärken und Begabungen zu erkennen und erforderliche individuelle Fördermaßnahmen ab- und einzuleiten.

2P ist ein onlinebasiertes standardisiertes Verfahren zur Kompetenzfeststellung in verschiedenen Bereichen (Deutsch, Englisch, Mathematik, kognitive Basiskompetenz, methodische Kompetenz, berufliche Kompetenz, Bildungsbiografie).

Zugang zur Plattform erhalten weiterführende allgemein bildende und berufsbildende Schulen in Thüringen nach der Teilnahme an einer Schulung zum Analyseverfahren, die regional umgesetzt wird. Eine Interessensbekundung für die Teilnahme an der Schulung kann im Staatlichen Schulamt Ostthüringen abgegeben werden.

Link zu den Informationsseiten des TMBJS

Abrufangebot

Einstiegsfortbildung zur Nutzung des Kompetenzanalyseverfahrens 2P - Potenzial und Perspektive

Voraussetzung für die Nutzung der Onlineanwendung in der Schule ist die Teilnahme mindestens einer verantwortlichen Lehrkraft an einer Einstiegsfortbildung, um im Anschluss die Zugänge für die Plattform zu erhalten. Bei Interesse an einer Teilnahme wenden Sie sich bitte direkt an unsere Ansprechpartnerin Frau Jeannette Radefeld bzw. melden Sie sich direkt im Thüringer Schulportal für eine der beiden folgenden Veranstaltungen an:

 

21.10.2021, Veranstaltungsnummer 39O510201

Direktlink zur Anmeldung:

https://www.schulportal-thueringen.de/catalog/detail?tspi=1023632_

 

09.11.2021, Veranstaltungsnummer 39O510202

Direktlink zur Veranstaltung:

https://www.schulportal-thueringen.de/web/guest/catalog/detail?tspi=1023633_

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