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Demokratiebildung, kulturelle und politische Bildung

Viele Werkzeuge – gleiche Ziele

Kulturelle und politische Bildung sowie Demokratiepädagogik sind grundlegende Themen schulischer Arbeit. Vor allem als Projekte können diese Bereiche sinnvoll miteinander kombiniert und Schüler:innen nahegebracht werden. Je nach Zielsetzung können sowohl künstlerisch-ästhetische, kulturell-partizipatorische, politische als auch demokratiepädagogische Aspekte in den Vordergrund gestellt werden. Die große Aufgabe ist, die Heranwachsenden in ihrer Entwicklung zu mündigen Bürger:innen, welche die Demokratie auch als Lebens- und Gesellschaftsform erkennen, zu unterstützen. Die Stärkung ihrer Persönlichkeit steht im Mittelpunkt.

Unsere Unterstützungsangebote im Referat 5 für die Schulen

  • Beratung von Schulen bei der Durchführung von Vorhaben/ Projekten,
  • Vermittlung möglicher Netzwerkpartner:innen,
  • Unterstützung von Vorhaben im Kontext der Schüler:innenmitbestimmung,
  • bedarfsorientierte schulinterne Beratungen oder ggf. Fortbildungen in Zusammenarbeit mit dem Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien  ThILLM,
  • Unterstützung von Wettbewerben,
  • Austauschplattform „Best Practice“ Veranstaltung im Schulamt („Markt der Möglichkeiten“).

Kulturelle Bildung

Kulturelle Bildung in der Schule öffnet den Kindern und Jugendlichen einen neuen Zugang zur Welt und erschließt ihnen eigene kreative Potentiale, die sie für ihre ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung brauchen. Somit ist die Schule auch ein Kulturort und die kulturelle Bildung nimmt mit den aktuellen Herausforderungen im Bildungsauftrag an Bedeutung zu und stellt sich Fragen der eigenen Schulentwicklung.

Unterstützung für kulturelle Projekte

Seit fast zwei Jahren gibt es im Schulamt die Koordinatorin Sybill Hecht als Ansprechpartnerin für vielfältige Angebote sowie unterschiedliche Fördermöglichkeiten.
Hauptsächlich wird die Maßnahme des TMBJS und der TSK „Kulturagent*innen Thüringen“ beraten und von der LKJ (Landesvereinigung Kultureller Jugendbildung e.V.) betreut. Hier stehen Kooperationen von Schule und Kultur sowie die Entwicklung von künstlerischen Prozessen an der Schule im Vordergrund. Dabei werden kreative Projektvorhaben mit erkennbarem Lebensweltbezug von Schüler:innen durch Kooperationen mit regionalen Partner:innen aus Kunst und Kultur unterstützt, um die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Akteur:innen der kulturellen Bildung in Thüringen zu befördern, um die kulturelle Neugier bei Kindern und Jugendlichen zu wecken sowie den Schüler:innen eine aktive Teilhabe an künstlerischen Prozessen zu ermöglichen. Dabei stehen allen allgemeinbildenden Schulen jährlich bis zu 2000 € sogenanntes Kunstgeld für Initiierung und Durchführung künstlerisch-kultureller Vorhaben zur Verfügung. Kulturagent:innen beraten thüringenweit und arbeiten eng mit Koordinator:innen an den Schulämtern zusammen.

Ideen nicht nur von und für Kunstlehrer:innen

Sie brauchen lediglich eine Idee, um das sogenanntes „Kunstgeld“ zu beantragen und dann mit Schülergruppen Projekte in Ihrem Unterricht bzw. interdisziplinäre Workshops durchzuführen. Die Kulturagentinnen Katja Rust wird für Sie Kulturpartner:innen oder Künstler:innen finden, welche Sie bei der Umsetzung Ihres Vorhabens unterstützen. Seien Sie mutig und stellen Sie einen Antrag!
Wollen Sie etwas umsetzen, dann wäre der nächste Termin der 15.07.2021.

Politische Bildung

Das Ziel der schulischen politischen Bildung ist es, die Schüler:innen auf ihrem Weg zur politischen Mündigkeit und einer selbstbestimmten Person sowie Übernahme von sozialer Verantwortung in der Gesellschaft zu unterstützen. Dabei sollen die Schüler:innen Kompetenzen erwerben, die ihnen helfen, sich ein eigenes Urteil zu bilden und eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen.  

Dabei basiert die politische Bildung in Thüringen, wie im Thüringer Schulgesetz (§ 2(1) ThürSchlG) beschrieben, auf dem Werte- und Demokratieverständnis der freiheitlich demokratischen Grundordnung. Dabei hat die politische Bildung die Demokratie als Grundlage und zielt auf Demokratisierung.

Politische Bildung in Deutschland beruht auf den drei Grundsätzen (die auch als Minimalkonsens bezeichnet werden) des Beutelsbacher Konsens (von 1976): Indoktrinationsverbot, Kontroversitätsgebot und dem Prinzip der Adressatenorientierung.

Im Bereich des Staatlichen Schulamts Ostthüringen gibt es zahlreiche Ansprech- und Netzwerkpartner:innen, welche das politische Engagement in der Schule begleiten und unterstützen. Gerne beraten wir Sie, welche Angebote für Sie und Ihre Schule sinnvoll wären.

Unterstützungsmöglichkeiten

Das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (TMBJS) unterstützt Vorhaben am Lernort Schule gegebenenfalls finanziell. Die Beantragung (Webseite des TMBJS: Hinweise zur Unterstützung von unterrichtsbegleitenden und außerunterrichtlichen schulischen Vorhaben am Lernort Schule) erfolgt schriftlich mit dem Antragsformular.

Demokratiebildung

Demokratiebildung ist ein zentraler Aspekt der politischen Bildung und gehört zu den grundlegenden Zielen der schulischen Bildung.  Durch diese sollen junge Menschen lernen, die Demokratie nicht nur als Regierungs- sondern auch als Gesellschafts- und Lebensform auf Grundlage der freiheitlich-demokratischen Werte aktiv mitzugestalten. Dabei sind sowohl politische, gesellschaftliche, als auch wirtschaftlicher Themen unserer modernen Gesellschaft für die Entwicklung relevant.
Eine nach Grundsätzen von Demokratiepädagogik aufgebaute Schule kann aktiv die demokratischen Fähigkeiten der Schüler:innen aufbauen und stärken und setzt auf die Vermittlung und Verankerung demokratischer Grundbildung sowie Prinzipien.
Um die Schule zu einem Ort der gelebten Demokratie zu entwickeln, unterstützen wir Schulen und schulische Projekte auf ihrem Weg dorthin.

Regionalwettbewerb „Demokratie gestalten – aber wie?“ am Schulamt Ostthüringen

Eine der Säulen zur Unterstützung demokratiebildnerischer Prozesse an Schule ist der regionale Wettbewerb.  Thüringens Schüler:innen lernen, erleben und gestalten Demokratie und Mitbestimmung und begreifen historische Auseinandersetzung mit Diktaturerfahrungen u.a. im Unterricht aller Fächer in allen Schularten und in außerschulischen Angeboten. Neben den thüringenweiten und überregionalen Wettbewerben soll der Regionalwettbewerb besonderes Augenmerk auf die hervorragenden Ergebnisse in den einzelnen Schulamtsbereichen richten, um schul- und schulartübergreifend Synergien für die unterrichtliche und außerunterrichtliche Arbeit am Thema zu erzeugen.

Hier finden Sie die Gewinner*innen und den Steckbrief zum 3. Wettbewerb (Schuljahr 2020/21):

Steckbrief Wettbewerbsergebnisse

Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für die rege Beteiligung!

Mehr Mitbestimmung junger Menschen und mehr Mitwirkung der Schüler:innen

Das Kabinett der Thüringer Landeregierung hat 2019 die „Landesstrategie für die Mitbestimmung junger Menschen beschlossen. Damit werden die vielfältigen Ansätze, Methoden und Angebote zur Mitbestimmung  zu einer Gesamtstrategie des Freistaates Thüringen zusammengefasst, in der die Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen im schulischen Kontext ein Schwerpunkt ist. Eine demokratische Gesellschaft braucht eine demokratische Schulentwicklung, die wiederum ohne eine Pädagogik der Demokratie undenkbar wäre. Durch das Inkrafttreten der Änderungen des Thüringer Schulgesetzes vom 1. August 2020 werden die Mitbestimmungsrechte der Schüler:innen an der Schule erweitert. Neben der Ausweitung der Rechte der Schüler:innen (§ 25), des Rechts auf Meinungsäußerung (§ 26) und einiger weiterer Änderungen, gibt es auch die Einführung eines monatlichen Klassenrats (§ 28 1a).  Die Verfahren zur Wahl der Klassensprecher und Schülervertretung sind in der Thüringer Schulordnung geregelt.

Themenjahr "Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen"

Das Themenjahr will in Ergänzung zur in Thüringen fest verankerten Erinnerungskultur an die Verfolgung und Ermordung der Juden insbesondere im 20. Jahrhundert  den Blick hierzulande lenken und das Bewusstsein für den Wert und das Potenzial stärken, das sich aus einem reichhaltigen jüdischen Leben ebenso wie aus einem guten Miteinander zwischen jüdischen und nicht-jüdischen Thüringern ergibt.

Im Themenjahr vom Oktober 2020 bis Oktober 2021 sind Schulen aller Schularten angehalten, im heutigen Thüringen viele Jahrhunderte zurückreichende Zeugnisse jüdischen Lebens und vielfältiges jüdisches Erbe in den reichsstädtischen Zentren des Mittelalters, auf dem Lande und den Residenzstädten der Neuzeit zu erkunden.

Die Thüringer Landesregierung unterstützt das Themenjahr 2020/2021 „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“, indem Projekte gesondert beantragt und gefördert werden.

 

Weitere Informationen

Projektkoordinatorin Elisabeth Fuckel
Tel: 0361 - 66 38 22 232
Mobil: 0152 - 08 65 87 47
Mail: e.fuckel[at]lkj-thueringen.de

Webseite zum Themenjahr „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“

Der Leo Trepp-Schülerpreis

Bildungsprojekt „Jüdisches Leben erfahren“

Weitere Informationen Fahrten zu Lern- und Gedenkorten

 

Service-Learning | Lernen durch Engagement (LdE) in Thüringen

Die Landesinitiative Thüringen 2021/2022

Angebote zur Unterstützung von Schulen in Thüringen bei der Umsetzung und Verankerung von Lernen durch Enga-gement: Fortbildungen, Vernetzung und mehr.

Was ist Lernen durch Engagement?

Lernen durch Engagement (LdE) ist eine Lehr- und Lernform, die gesellschaftliches Engagement von Schülerinnen und Schülern mit fachlichem Lernen verbindet – in allen Schulformen, Altersstufen und Fächern.

Kinder und Jugendliche wenden im Fachunterricht erworbene Inhalte und Kompetenzen in Engagementprojekten außerschulisch an: So greifen schulisches Lernen, gesellschaftliche Herausforderungen und individuelle Lebenswirklichkeiten von Schülerinnen und Schülern praktisch ineinander.

Mit LdE können Lehrkräfte vielschichtige Lernsituationen für alle Lerntypen gestalten – und Schule als partizipativen Lernort für Demokratie entwickeln, den Kinder und Jugendliche mitgestalten. Bei LdE arbeiten Schülerinnen und Schülern zusammen an realen Problemen und eigenen Lösungen, sie üben ihre Kommunikationsstärke und Selbstorganisation, entdecken individuelle Fähigkeiten und Interessen, erfahren Anerkennung – und spüren, eigene Ziele erreichen zu können. Aus diesen stärkenden Erlebnissen werden durch die strukturelle Reflexion bei LdE ganzheitliche und nachhaltige Lernerfahrungen, die Schülerinnen und Schülern in ihrem Selbstbewusstsein und ihrer Handlungsfähigkeit stärken – um für sich und andere Verantwortung zu übernehmen.

Wie kommt LdE in die Schule?

  • Ideen sammeln, Bedarfe benennen
  • Team bilden (Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, evt. außerschulischer Partner oder LdE-Schulbegleiterin bzw. LdE-Schulbegleiter)
  • Projekt für das Schuljahr planen Durchführung mit Reflexionsphasen
  • Auswertung und Wertschätzung der Projektergebnisse

Angebote für Schulen

Ihre Ansprechpersonen

LdE-Landeskoordinatorin:

Romana Schneider – landesweite Ansprechpartnerin für LdE, zertifizierte LdE-Schulbegleiterin und Lehrerin am Johann-Heinrich-Pestalozzi-Gymnasium: romana.schneider(at)schule.thueringen.de

TMBJS:

burkhard.stenzel(at)tmbjs.thueringen.de

thomas.roschke(at)tmbjs.thueringen.de

ThILLM:

kathrin.fleischer(at)thillm.de

Staatliches Schulamt Ostthüringen:

viktoria.munk-oppenhaeuser(at)schulamt.thueringen.de

Das Bildungsministerium in den sozialen Netzwerken: