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Supervision und Coaching - Was ist das eigentlich?


Erstellt von Staatliches Schulamt Ostthüringen

Achtsam Reflexion ermöglichen - Gemeinsam Denkräume schaffen

Sie sehen einige Moderationskarten mit Begriffen aus der Supervision.
Foto: V. M.-O.

Hier unser neuestes Video zum Thema: 

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Ein schulpsychologisches Angebot

Manchmal trägt man nach Unterrichtsende Fragen in der Schultasche nach Hause, für die es scheinbar keine Antworten gibt. Manchmal stehen Lehrende im Schulalltag vor Herausforderungen mit Lernenden, die scheinbar nicht bewältigbar sind. Oder schulische Führungskräfte fragen sich zum Beispiel, wie Kooperation im Kollegium zwischen den Generationen A bis Z gelingen kann. Vielleicht besteht auch ein großer Bedarf, vielfältigste Perspektiven von Eltern, Schüler:innen, Fachlehrer:innen, Sozialpädagog:innen, Ausbilder:innen usw. zu vereinen. Hier können die Beratungsformate Supervision und Coaching helfen.

Denn: Reflexion kann gelernt werden und aus Reflexion kann man viel lernen. Einfach ausgedrückt geht es darum, sich im Beruf durch vertieftes und bewusstes Nachdenken weiter zu professionalisieren. In Coaching und Supervision beraten Pädagog:innen herausfordernde Themen, Fragen und Probleme, die sich aus ihren schulischen Aufgaben ergeben, in der Gruppe oder im Einzelgespräch mit einem oder einer erfahrenen psychologischen Berater:in.

Uns leiten dabei immer die drei Kernfragen:

Was macht Sie in Ihrer Kernaufgabe besser?

Welche Strukturen machen die Arbeit leichter?

Und was fördert ein lösungsorientiert-wertschätzendes Miteinander?

Es geht also immer um Professionalisierung UND Entlastung im beruflichen Kontext.

Möglicherweise kennen Sie schon die „kleine Schwester“ der Supervision, die kollegiale Fallberatung oder auch Intervision. Hier finden Sie sich in der Schule zu einer gemeinsamen Fragestellung, z.B. bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung oder zur Abstimmung individueller Fördermaßnahmen zusammen. Oft sind die Beratungslehrkräfte der Schule oder auch Schulsozialarbeiter:innen hilfreiche Moderator:innen.

Unter Reflexion verstehen wir, das eigene Denken, Fühlen und Handeln zu hinterfragen und die eigenen Stärken und Schwächen kritisch in den Blick zu nehmen. Ihr künftiges Handeln kann sich im Sinne einer Ko-Konstruktion durch die Einbeziehung von vielfältigen Rückmeldungen und Perspektiven der Teilnehmenden entwickeln. Es geht hierbei nicht nur um einzelne Handlungen oder Situationen. In einem ganzheitlichen Ansatz wird Ihr Denken, Ihr Wissen, Ihre Werte und Haltungen, Ihre Ziele und damit auch der berufsbiografische Kontext berücksichtigt. Supervision und Coaching bieten immer wieder Gelegenheit, in einem Schutzraum Neues über sich selbst zu erfahren und gestärkter agieren zu können.

Um diesen Schutzraum zu schaffen, achten wir als Beratende auf zwei wichtige Voraussetzungen:

  • Als Beratende unterliegen wir der Schweigepflicht, sichern absolute Vertraulichkeit zu und begeben uns in Ihre Erfahrungs- und Erlebenswelt.

  • Als Teilnehmende tragen Sie die Verantwortung dafür, wie tief Sie sich mit Ihren Anliegen einbringen und welche der Rückmeldungen, Anregungen und Impulse Sie annehmen und umsetzen möchten.

Wenn es gut läuft, fördert eine gute Beratung unter guten Rahmenbedingungen das kreative Denken einer ganzen Gruppe. Das Generieren neuer Lösungsideen fällt uns statistisch gesehen viel leichter in wertschätzender, humorvoller, weniger strukturierter, eher spielerischer Atmosphäre mit ausreichend Zeit und in ungewohnten Umgebungen. Deswegen: Raus aus dem Lehrerzimmer, rein in den Stuhlkreis und Bühne frei für regelmäßige Supervision.

Gern kommen wir an Ihre Schule und stellen dieses spezielle Beratungsangebot für Sie vor. Wir zeigen einen kleinen Einblick in die Methoden und in die Wirksamkeit dieser Begleitung. Bestenfalls besprechen wir gemeinsam eine möglichst regelmäßige Terminkette, Ihre inhaltlichen Bedarfe und thematischen Wünsche und zeigen, wie hilfreich sich Supervision anfühlen kann.

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