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Qualitätsentwicklung Thüringer Schulen (QThüS)

An verschiedenen Stellen gehören in Schulen Bewertungen und Einschätzungen zum Alltag und sind traditionell auch in schulrechtlicher Form auch verbindlich vorgegeben. 
Qualitätsmanagement verfolgt einen umfassenden Ansatz und dockt mit seinen Elementen in allen Bereichen an, von denen die Qualität von Schule abhängt und auf die die externe Evaluation in Thüringen mit QThüS schaut.

Diesen Blick auf Schule finden wir auch in aktuellen wissenschaftlichen Arbeiten. So kommt John A. Hattie im Ergebnis seiner wissenschaftlichen Untersuchungen zu der Schlussfolgerung, die er als Auftrag an Lehrkräfte formuliert:
„…Fangen Sie an, sich Rückmeldungen über Ihre eigene Wirksamkeit geben zu lassen. Sagen Sie: ‚Ich will herausfinden, wie gut ich unterrichte. Wer hat was gelernt, was nicht, worüber, ist es wirksam, wohin geht es als nächstes …‘ Dies ist ein hervorragender Ausgangspunkt…“ (Visible learning)

Das Pilotprojekt

Hier wird dem Ansatz schulischer Qualitätsentwicklung nochmals eine hohe Bedeutung zugeschrieben. 
Der Blick auf Schulentwicklung hat in Thüringen eine gute Tradition. Mit „QThüS – Qualitätsentwicklung Thüringer Schulen“ wurde von 2017 bis 2019 ein Entwicklungsprojekt durch das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport beauftragt und in Thüringen umgesetzt, welches an die Vorerfahrungen aus der externen Evaluation mittels EVAS- der eigenverantwortlichen Schule anknüpft. Zeitgemäß, mit den passenden Instrumenten und unterstützt durch IT-Verfahren umschreibt QThüS den gesamten Qualitätsmanagement-Prozess nach der Sichtweise eines geschlossenen PDCA-Zyklus. Mit Schwerpunkt auf dem Qualitätsbereich „Lehren und Lernen“ wird eine externe Evaluation durchgeführt, besuchen im Anschluss Evaluationsteams die teilnehmenden Schulen und wird in Folge ein Zielvereinbarungsprozess für die schulischen Entwicklungsziele realisiert. 14 Thüringer Schulen haben sich am Pilotprojekt beteiligt.

Der Abschlussbericht des Projektes formulierte die Erkenntnisse und Rahmenbedingungen, nach denen derzeit das Verfahren QThüS als Verfahren zur externen Evaluation Thüringer Schulen aufgebaut und schrittweise implementiert wird.

Die rechtlichen Regelungen

Am Staatlichen Schulamt Nordthüringen wurde die landesweite Koordinierungsstelle Qualitätsentwicklung Thüringer Schulen eingerichtet, die seit November 2021 ihre Aufgaben wahrnimmt.

Mit dem Thüringer Schulgesetz (ThürSchulG) wird im § 40b der Ansatz für Qualitätsentwicklung an Thüringer Schulen gestärkt. Während im Absatz 1 die schulische Verpflichtung zu einer kontinuierlichen Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung formuliert ist, werden im Absatz 2 die Evaluationsinstrumente der internen Evaluation und deren Einsatz in den Mittelpunkt gestellt.
Die Teilnahme an und die Organisation der externen Evaluation wird im Absatz 3 des §40b ThürSchulG geregelt.

Die Umsetzung ab Schuljahr 2022/23

Die landesweite Koordinierungsstelle Qualitätsentwicklung Thüringer Schulen wurde am Staatlichen Schulamt Nordthüringen eingerichtet und nimmt seit November 2021 ihre Aufgaben wahr. 

Über landesweite Interessenbekundungsverfahren konnten im letzten Schuljahr Lehrkräfte ausgewählt werden, die künftig als Evaluator*innen und Moderator*innen im Verfahren aktiv werden. Das Schuljahr 2022/23 startet nun mit der umfassenden Qualifizierung der Evaluator*innen und Moderator*innen. Diese wird in Zusammenarbeit mit dem Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien durchgeführt.

Für Fragen und Informationen ist die QThüS-Koordinierungsstelle über die Kontaktdaten erreichbar.

Hospitation im Unterricht
Foto: Bildagentur PantherMedia | Monkeybusiness

Erreichbarkeit

Landesweite Koordinierungsstelle Qualitätsentwicklung Thüringer Schulen (QThüS)
Telefon +49 36074 37546
E-Mail

 

Logo QThüS Qualitätsentwicklung Thüringer Schulen

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